Deutsche und Deutschländer in Rio Pardinho

Jeder vierte Südbrasilianer hat deutsche Vorfahren, allein im Bundesstaat Rio Grande do Sul über drei Millionen Menschen. In den Städten nimmt man den deutschen Einfluss wenig wahr, nur das Hinterland, Dörfer wie Rio Pequeno und Rio Pardinho, wirkt noch deutsch. Doch die Deutschstämmigen dort wurden Opfer der Globalisierung: Tabakpflanzer, die multinationalen Konzernen ausgeliefert sind. Bauernmädel, die im Akkord Hosen nähen. Die Milch-Kooperative, die von Parmalat verdrängt wird. Und Ackerbauern, von denen die Banken astronomische Zinsen fordern.

 
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publiziert von SWR am 08.02.2007

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