Grüne Energien sind kein Allheilmittel

In Brasilien fahren Autos mit Biokraftstoffen - trotzdem gehört das Land zu den größten Klimasündern. Und in Indien sind erneuerbaren Energien stark im Kommen - teilweise allerdings auf Kosten der Armen.

Der Schutz des Klimas war in dieser Woche ein großes Thema. Erst wurde am Anfang der Woche bei den Vereinten Nationen über ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls diskutiert. Dann begann am Donnerstag eine zweitägige Klimakonferenz, zu der US Präsident George Bush die 15 größten CO2-Verschmutzer geladen hatte. Mit dabei: die großen Wachstumsländer, darunter auch Brasilien. Das Land gehört zu den größten Verursachern von Treibhausgasen weltweit und das obwohl man dort stolz darauf ist, schon seit Jahren viele Fahrzeuge mit Biokraftstoff zu betanken.

Um das Klima zu schützen, reicht es nicht, wenn die Industrieländer mit gutem Beispiel vorangehen. Vor allem die stark wachsenden Schwellenländer wie eben Brasilien, aber auch China und Indien, müssen mit ins Boot geholt werden. Die sagen zwar, sie könnten sich aufgrund ihres Entwicklungsstandes Umweltschutz nicht leisten. Trotzdem passiert schon einiges, beispielsweise in Indien. Dort wird der Hunger nach Energie nicht mehr nur mit fossilen Brennstoffen gestillt. Der Ausbau von erneuerbaren Energien stößt aber bereits an Grenzen.

 
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publiziert von DW-World am 28.09.2007

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