Der Rhythmus der Emanzipation: Frauen-Samba aus Salvador

Bahia, im Nordosten Brasiliens, ist Zentrum der afrobrasilianischen Kultur und Geburtsstätte des „Samba-Reggae“. Die Hauptstadt Salvador wird von zahlreichen „Afro-Blocos“ belebt, die mit ihren Samba-Trommeln durch die Straßen ziehen. Großteils Männergruppen, versteht sich. Denn Trommeln ist schließlich Männersache… Doch da sticht eine Gruppe besonders heraus: DiDá, die (vermutlich) einzige Frauen-Sambaschule Brasiliens. „Am Anfang waren die Männer gar nicht begeistert davon, als auch wir begannen, Samba-Reggae zu spielen. Sie hatten Angst, wir könnten in ihre Welt eindringen und unsere Rolle als Hausfrauen und Mütter vernachlässigen… Und alles wovor sie Angst hatten, ist auch tatsächlich eingetreten!“ erzählt Vivian Queiros, die Präsidentin der Schule. Weiters erfahren wir, wie der Samba-Reggae von DiDá das Leben von Mädchen aus den Armenvierteln verändert, welchen Einfluss Musik auf das schwarze Selbstbewusstsein in Brasilien hat und warum die Frauen von DiDá das Bild einer Sklavin mit eiserner Maske auf ihren Trommeln tragen.

 
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publiziert von Cultural Broadcasting Archive am 28.03.2006

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